Die weiße Stadt und der tiefste Canyon der Welt

Nach einer Nachtfahrt im Full-cama-bus (Sitz kann man um 160° verstellen und dementsprechend gut schlafen) sind wir in der "weißen Stadt" Arequipa angekommen. Warum diese Stadt so genannt wird, wird einem direkt klar.





Wir haben ein super gutes Hostel für einen guten Preis gefunden, diesmal sogar mit Balkon.


Von Arequipa aus wollten wir den tiefsten Canyon der Welt besuchen, den Colca Canyon. Da wir in letzter Zeit aber schon so viele Touren gebucht hatten, entschieden wir uns diesen Trip auf eigene Faust zu organisieren. Also sind wir noch am selben Tag um 1 Uhr nachts mit dem Bus los gefahren, um vor den Touristenscharen am Condor Cross zu sein. Und ja, wir haben tatsächlich auch einen Condor gesehen.


Nach zwei Stunden kamen Touristenbusse scharenweise an, die Weiterfahrt gestaltete sich trotzdem schwierig für uns, da alle Busse entweder in die andere Richtung fuhren oder schon voll waren. Schlussendlich nahmen uns zwei Mitarbeiter vom peruanischen Umweltministerium mit. Von Cabanaconde ging es dann knapp drei Stunden im Zickzack steil bergab, gar nicht gut für die Knie und verdammt staubig.





Unten sind wir in der Oase Sangalle angekommen, ein Pool lacht uns an. Eigentlich wollten wir im Fluss baden gehen, doch der Hotelbesitzer wollte uns nicht so wirklich erklären, wie man dorthin kommt. Also haben wir uns breitschlagen lassen und für den Pool bezahlt. Danach sind wir vor Übermüdung und Erschöpfung auf der Wiese eingeschlafen. Als wir wieder aufwachten musste schnell eine Entscheidung her. Hier übernachten? Weiterlaufen? Aber wohin? Die Zeit tickte und schlussendlich übernachteten wir in der Oase.


Am nächsten Tag wurde uns zum Sonnenaufgang der Esel für den Aufstieg angeboten, wir lehnten dankend ab und bereuten dies ein paar Stunden später. Drei Stunden in der prallen Morgensonne steil bergauf. Die Lunge pfeift und brennt, alles tut weh. Warum tut man sich so was an? Die Landschaft entlohnt.

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