Machu Picchu: Inka Jungle To(rt)ur

Wir haben die Inka Jungle To(rt)ur überlebt und sind wieder zurück in Cuzco.

Die Tour begann am Montag. Um 7.20 fanden wir uns, wie abgemacht, an der Reiseagentur ein. Keiner da. Nach etwa einer halben Stunde kam jemand und brachte uns zum Bus. Drei Stunden später sind wir auf 4000 m angekommen, mitten in den Wolken. Schutzanzug an, Helm auf und 50 km bergab mit dem Fahrrad. Knapp 3000 Höhenmeter in zweieinhalb Stunden. Durch den Regen gab es viele Steine auf der Straße und einige Sturzbäche mussten durchquert werden. Klatschnass aber mit einem großen Grinsen im Gesicht sind wir unten im heißen Dschungel angekommen. Danach wurden wir ins Hostel gefahren. Unsere Reisegruppe bestand größtenteils aus Iren und Australiern, witzige Zeitgenossen.


Am zweiten Tag ging ein Teil der Gruppe zum Rafting, wir wanderten währenddessen durch Kaffee- und Koka-Plantagen. Als die Gruppe wiedervereint war besuchten wir zwei Monkeyhouses. Der kleine Affe war sogar ziemlich kuschelig. Danach kam der anstrengende Teil: 23 km über Stock und über Stein, über Fluss und über Berg, teilweise auf einem 500 Jahre alten Inkapfad. Höhenangst Fehl am Platz. Abends ging Lisa früh ins Bett, weil sie sich am Tag zuvor erkältet hatte und erschöpft war. Ich ging mit den Iren noch auf ein paar Bier in die örtliche Disko und fragte mich nach dem dritten Bier woher wohl die Poledance-skills dieser Jungs kommen mögen.








Am nächsten Morgen ging es zum Ziplining: man wird an ein Drahtseil eingehängt und fliegt daran von Berg zu Berg. Leider waren wir circa 30 Leute, daher musste man sehr viel warten. Der Knackpunkt dabei: wer im Dschungel stehen bleibt und wartet ist ein gefundenes Fressen für Sandmücken. Etwa 70 Bisse um den Knöchel ließen den ganzen Fuß anschwellen, unser Moskitospray half kein bisschen. Danach noch 11 km Wanderung nach Aguascalientes.







Am vierten Tag das Highlight der Tour: Machu Picchu. Aber der Knöchel dick. Egal, muss gehen. Um vier Uhr aufgestanden, um pünktlich zum Sonnenaufgang anzukommen. 2800 Stufen, im Regen. Von Sonne weit und breit keine Sicht. Beginn der Führung durch Machu Picchu. "Von diesem Punkt hier werden die Fotos für Postkarten geschossen." sagt der Guide, vor uns fast nichts zu sehen als Wolken. Die spinnen die Inkas, bauen dieses Weltwunder mitten in die Wolken, weil sie Angst vor Überschwemmungen hatten. Nach der Führung und einem Frühstück an der Bushaltestelle außerhalb des Geländes erkundeten wir Machu Picchu auf eigene Faust. Die Wolken haben sich für ein paar Minuten verzogen, es ist dann doch wirklich beeindruckend, wenn man es in voller Pracht sieht. Unvorstellbar, wie haben die Inkas das und noch viel mehr bewerkstelligt?







Am letzten Tag der Tour mussten wir wieder 11 km wandern, um den Bus zurück nach Cuzco nehmen zu können. Auf dem Weg haben wir noch schnell einen kleinen aber feinem botanischen Garten mit Wasserfall besucht. Lisa hat sogar darin gebadet, obwohl es echt kalt war. Danach weiter wandern im strömenden Regen. Nach sechs Stunden Busfahrt waren wir zurück in Cuzco.




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