Venezuela: Moderne DDR in schön, reich und korrupt
Mittlerweile sind wir seit zehn Tagen in Venezuela. Wir leben wie die Made im Speck und haben Urlaub vom Reisealltag.
Was haben wir bis jetzt gemacht? Lisas alte Freunde wieder getroffen. Auf eine Studentenparty gegangen. Ein Fußballspiel besucht. Arepas gegessen bis zum Umfallen. In hervorragenden Restaurants diniert zu lächerlichen Preisen. Seit langer Zeit mal wieder Filme geguckt (die nicht im Reisebus laufen). Und eine viertägige Poolparty gefeiert.
Was haben wir über Venezuela gelernt? Das Land ist im Ausnahmezustand und das schon seit mehreren Jahren. Die Chavistas haben es geschafft einen wohlhabenden Staat, der Unmengen an Ressourcen besitzt, vor die Wand zu fahren. Das Ende des Chavismus ist in Sicht, im Dezember wird Maduro wohl abgewählt. Er versucht nur noch es seinem Nachfolger so schwer wie möglich zu machen und ruiniert den Staat vollkommen.
Das System ist sehr undursichtig und verwirrend. So stelle ich mir die DDR vor, mit Öl und unglaublich korrupt. Viele Waren sind reguliert und werden vom Staat subventioniert. Das sind Waren des täglichen Lebens: Klopapier, Mehl, Seife... Die Konsequenz ist, dass sich täglich unendliche Schlangen vor den Supermärkten bilden, wenn die regulierten Waren leer sind, sind Aufstände nicht selten. Eine weitere Konsequenz ist, dass die billige subventionierte Ware nach Kolumbien geschmuggelt wird und dort für ein Vielfaches verkauft wird. Es bleibt von den wenigen verfügbaren Waren also noch weniger übrig. Deshalb ist die Grenze zu Kolumbien geschlossen, doch es gibt genug Wege rüber, man muss nur wissen, wen man bezahlen muss. Man hat das Gefühl, jeden Moment könnte Jemand im Radio sagen: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.".
Noch verrückter sind eigentlich nur die Benzinpreise. Einmal volltanken kostet 2 Bolivares für ein kleines Auto und maximal 5 Bolivares für ein großes Auto. In € umgerechnet, nach unserem Wechselkurs: 0,005 Cent pro Liter! Deshalb dürfen Autos die Grenze nach Kolumbien nicht passieren. Dennoch sieht man auf der kolumbianischen Seite massenweise Leute an der Straße Benzin verkaufen.
Was aber wirklich nervt sind die Uniformierten. Auf einer Stunde Autofahrt wird man bis zu zehn Mal angehalten und mindestens ein Mal näher kontrolliert. Wenn die Beamten irgendein Problem aus dem Hut ziehen, muss man eine kleine Gebühr zahlen, die natürlich direkt in die Tasche der Beamten fließt. Besonders interessiert ist man hier natürlich an Dollar, man bekommt den besten Wechselkurs und ist vor der Inflation des Bolívar sicher.
Alles in allem ist Venezuela mit Sicherheit ein Land, das sich lohnt zu bereisen. Im Moment ist es aber unglaublich schwer dies auf eigene Faust zu tun. Ohne Kontakte wären wir nicht hergekommen, die Situation ist einfach zu undursichtig und zu unberechenbar. Wenn man die Risiken in Kauf nimmt und damit Leben kann ständig von Uniformierten belästigt zu werden, dann ist Venezuela ein unglaublich billiges Paradies.
Was haben wir bis jetzt gemacht? Lisas alte Freunde wieder getroffen. Auf eine Studentenparty gegangen. Ein Fußballspiel besucht. Arepas gegessen bis zum Umfallen. In hervorragenden Restaurants diniert zu lächerlichen Preisen. Seit langer Zeit mal wieder Filme geguckt (die nicht im Reisebus laufen). Und eine viertägige Poolparty gefeiert.
Was haben wir über Venezuela gelernt? Das Land ist im Ausnahmezustand und das schon seit mehreren Jahren. Die Chavistas haben es geschafft einen wohlhabenden Staat, der Unmengen an Ressourcen besitzt, vor die Wand zu fahren. Das Ende des Chavismus ist in Sicht, im Dezember wird Maduro wohl abgewählt. Er versucht nur noch es seinem Nachfolger so schwer wie möglich zu machen und ruiniert den Staat vollkommen.
Das System ist sehr undursichtig und verwirrend. So stelle ich mir die DDR vor, mit Öl und unglaublich korrupt. Viele Waren sind reguliert und werden vom Staat subventioniert. Das sind Waren des täglichen Lebens: Klopapier, Mehl, Seife... Die Konsequenz ist, dass sich täglich unendliche Schlangen vor den Supermärkten bilden, wenn die regulierten Waren leer sind, sind Aufstände nicht selten. Eine weitere Konsequenz ist, dass die billige subventionierte Ware nach Kolumbien geschmuggelt wird und dort für ein Vielfaches verkauft wird. Es bleibt von den wenigen verfügbaren Waren also noch weniger übrig. Deshalb ist die Grenze zu Kolumbien geschlossen, doch es gibt genug Wege rüber, man muss nur wissen, wen man bezahlen muss. Man hat das Gefühl, jeden Moment könnte Jemand im Radio sagen: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.".
Noch verrückter sind eigentlich nur die Benzinpreise. Einmal volltanken kostet 2 Bolivares für ein kleines Auto und maximal 5 Bolivares für ein großes Auto. In € umgerechnet, nach unserem Wechselkurs: 0,005 Cent pro Liter! Deshalb dürfen Autos die Grenze nach Kolumbien nicht passieren. Dennoch sieht man auf der kolumbianischen Seite massenweise Leute an der Straße Benzin verkaufen.
Was aber wirklich nervt sind die Uniformierten. Auf einer Stunde Autofahrt wird man bis zu zehn Mal angehalten und mindestens ein Mal näher kontrolliert. Wenn die Beamten irgendein Problem aus dem Hut ziehen, muss man eine kleine Gebühr zahlen, die natürlich direkt in die Tasche der Beamten fließt. Besonders interessiert ist man hier natürlich an Dollar, man bekommt den besten Wechselkurs und ist vor der Inflation des Bolívar sicher.
Alles in allem ist Venezuela mit Sicherheit ein Land, das sich lohnt zu bereisen. Im Moment ist es aber unglaublich schwer dies auf eigene Faust zu tun. Ohne Kontakte wären wir nicht hergekommen, die Situation ist einfach zu undursichtig und zu unberechenbar. Wenn man die Risiken in Kauf nimmt und damit Leben kann ständig von Uniformierten belästigt zu werden, dann ist Venezuela ein unglaublich billiges Paradies.








Crazy... Habt viel Spaß trotzdem. Wie gehts denn weiter?
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AntwortenLöschenZurück nach Kolumbien und dann nach Mittelamerika
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