Über Copán nach Guatemala

Wir haben es geschafft! Nach 18 Tagen haben wir, zugegebenermaßen erst beim zweiten Anlauf, Útila verlassen. Die kleine Pirateninsel mit ihren schönen Riffen wird uns in guter Erinnerung bleiben.


Spätestens beim Umsteigen in San Pedro Sula merken wir, dass wir immernoch in Lateinamerika sind. Aus allen Richtungen bekommt man lautstark Reiseziele und Taxis angeboten.

Wenn man Honduras durchfährt, fallen einem die unglaublich leeren Straßen auf. Manche Städte wirken geradezu verlassen. Gangs herrschen in vielen Teilen des Landes, sodass sich viele Menschen kaum auf die Straße trauen. Für Copan gilt das allerdings nicht. Abgeschieden und ruhig in den Bergen gelegen, Straßen aus Kopfsteinpflaster und die größte Touristenattraktion im Land: die Copán Ruinas.

Vor 1500 Jahren war Copán ein wichtiger Teil der Mayawelt. Bis zu 25000 Menschen, vor allem Geistliche und Gelehrte, haben hier damals gelebt. Eine Stadt für Könige mit kuriosen Namen wie 18 Kaninchen, Rauch-Muschel oder Erstes Morgendämmern.







Die Ruinen sind wirklich interessant und an diesem Tag schlecht besucht. Copán beeindruckt nicht durch riesige Pyramiden, sondern eher durch die kunstvollen Details und eine große Sammlung von Statuen. Highlight ist der Tempel Rosalila, der in den 70er Jahren in einem größeren Tempel gefunden wurde. Ein Nachbau in Originalgröße kann man im Museum bewundern.






Am nächsten Tag haben wir uns gegen Abend, nach dem schnellsten Grenzübertritt aller Zeiten, in Guatemala City wieder gefunden. "Guate" ist groß, aber noch unübersichtlicher und chaotischer, als es groß ist. Heute haben wir uns die Stadt ganz kurz angesehen: die deutsche Botschaft und ein Eisenbahnmuseum. Nun sind wir in Antigua Guatemala angekommen.


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