Living in the Favela

Nach eineinhalb recht faulen Tagen an den Stränden von Rio und mit den netten Leuten im Samba Green Hostel hieß es mal wieder umziehen. Ab gehts in eine pazifizierte Favela, billiger kriegt man kein
Doppelzimmer.


Der Taxifahrer hatte keinen Plan wo die angegebene Adresse sein sollte. Nachdem er mehrere Leute auf der Straße gefragt hatte, kamen wir endlich an. Etwa 200 Treppenstufen (in der Favela wohnen macht fit!) später waren wir dann angeblich wirklich an der Pousada angekommen. Kein Schild. Keiner da. Kam uns komisch vor das Ganze. Glücklicherweise kamen just in diesem Moment zwei junge Portugiesinnen und versicherten uns, dass wir hier richtig seien. Der Hunger trieb uns direkt wieder raus, nach Leblon: Das Kontrastprogramm in Rio. Leblon sieht zwar aus wie Ipanema oder Copacabana, aber der Unterschied zeigt sich deutlich in den Läden. Horrende Preise und ausschließlich Luxusmarken.

Zurück in der Pousada lernten wir die nette Besitzerin kennen. Der Ausblick vom Balkon (rechts Morro Dois Irmaõs, geradeaus Dschungel, links Meer) macht
den unglaublich anstrengenden Aufstieg wieder wett.



Am nächsten Tag machten wir uns morgens auf zum Lagoa Rodrigo de Freitags, dem großen See hinter dem Betondschungel Ipanemas. Am Ufer frühstückten wir und gingen danach in den Parque Lage. Dort sahen wir viele kleine Affen, ein schönes Aquarium, kleine Museen, Grotten und einen verfallenen Turm.







Irgendwie gibt es ja in jeder Stadt Leute, die man nie sucht aber immer wieder trifft. So haben wir einen Kerl aus Darmstadt drei Mal zufällig in fünf Tagen Rio getroffen. Naja, Zufälle gibts...

Nach dem Park gingen wir zum Strand nach Ipanema. Es war Sonntag und dementsprechend halb Rio am Strand. Schwierig dort einen Platz zu finden. Die See ist rau und man wird zurückgepfiffen sobald man sich weiter als fünf Meter ins Wasser begibt. Der Rettungshubschrauber angelt alle halbe Stunde einen ubermütigen Schwimmer aus den Fluten. Nach einem großen Maracuja-Caipirinha und einem Sonnenuntergang mit Applaus der Carioacas, gingen wir in eine Churrascaria, um unseren letzten richtigen Tag in Brasilien perfekt ausklingen zu lassen.







Jetzt sind wir in São Paulo, genauer in Guarulhos in einem Hotel direkt am Flughafen und verlassen dieses wunderschöne Land mit zwei weinenden Augen gen Chile. The trip must go on!

https://youtu.be/0nMkHt37

Wir haben alles gesehen, was es in dem Video zu sehen gibt. Rio à la Snoop Dogg und nicht à la Lonely Planet.


























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