Neue Weltwunder, die Dritte: Chichen Itzá

Nach Cristo Redentor in Rio de Janeiro und Machu Picchu in Peru, haben wir auch das dritte Weltwunder auf dem amerikanischen Kontinent abgehakt. Wobei man sich dann auch fragen muss, woran ein Weltwunder festgemacht wird. Für uns war Chichen Itzá jedenfalls nicht die beeindruckendste Mayastätte, was aber viel mit der Atmosphäre zu tun hat. Die Abgeschiedenheit und Authentizität von Tikal wird uns auf jeden Fall stärker in Erinnerung bleiben als das künstliche und durchkommerzialisierte Chichen Itzá.


Man betritt das Gelände und wundert sich erstmal. Das ist ja wie auf dem Basar, dicht gedrängt stehen die Souvenirstände in jeder Ecke des riesigen Geländes. Nach wenigen Hundert Metern fällt einem dann aber wieder ein, warum man eigentlich hier. Man hat den großen Platz erreicht und steht vor der weltbekannten Pyramide von Chichen Itzá. Diese ist von einer Seite restauriert, die hintere Hälfte wurde so belassen, wie man sie gefunden hat. Hier zeigt sich auch wieder, wie sehr die Maya auf Astronomie abgefahren sind. Die Pyramide hat exakt 365 Stufen, eine für jeden Tag im Jahr.





Neben der Pyramide gibt es noch den größten Ballspielplatz aller Mayastätten. Einen Tempel, vor dem über tausend Säulen stehen, die besonders erfolgreiche Krieger symbolisieren. Einen Cenote, in dem Kinder und materielle Gaben geopfert wurden.






Nach drei Stunden haben wir alles gesehen, zum Glück waren wir früh da, dann ist noch nicht so viel los. Ab 10 Uhr treffen die ersten Busse aus Cancún ein und schlagartig wird es voll. Zu diesem Zeitpunkt sitzen wir am Rand des großen Platzes der Pyramide, beobachten das Treiben und essen unser mitgebrachtes Chili con Carne. Danach fahren wir wieder zurück nach Valladolid, schließlich hat unser Hostel einen Pool, die Mittagshitze ist hier wirklich zu heftig und wir müssen noch planen, wie wir unserer Reise einen würdigen Abschluss verleihen.




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