Letzter Stop: Cartagena

Wir verlassen Südamerika dann doch etwas schneller als geplant. Gestern haben wir uns nach Wegen erkundigt, um nach Panama zu kommen. Es gibt drei Optionen: Fliegen, Segeln oder Speedboat. Fliegen ist zwar am billigsten, aber man ist innerhalb von drei Stunden da. Segeln dauert fünf Tage und man hat die Möglichkeit unberührte Inseln zu besuchen. Der Weg ist teuer, so oder so. Segeln in jedem Fall die attraktivste Variante.

Also stürzen wir uns von Reisebüro zu Reisebüro und so langsam schwant uns: das wird schwierig, die meisten Boote fahren erst in einer Woche oder zehn Tagen los. Letzte Option: einfach in den Hafen gehen und sich vor Ort erkundigen. Gesagt, getan. Gesucht, gefunden. Wir lernen einen spanischen Kapitän kennen, der schon am nächsten Tag in See stechen will. Also muss alles sehr schnell gehen: entscheiden, Geld besorgen, Ausreisestempel holen. Morgen früh stechen wir in See. Auf ins Abenteuer!

Blieb uns also nur ein Tag, um uns Cartagena anzugucken. Nachdem wir unser Gepäck aufs Boot gebracht haben besuchen wir das Castillo San Felipe. Ein Überrest der sehr bewegten Geschichte Cartagenas. Von hier wurde das meiste Gold, das die Spanier in Südamerika plünderten Richtung Europa verschifft. Das rief die Piraten auf den Schirm. Cartagena wurde mehrmals von Piraten eingenommen, als Konsequenz bauten die Spanier einer Mauer um die ganze Stadt, machten sie zu einer großen Festung, um ihren größten Schatz in der Karibik zu schützen. Der Flair hält sich bis heute, an manchen Ecken fühlt man sich in diese Zeiten zurückversetzt. In kleinen Gassen strahlt einem die koloniale Pracht entgegen, in allen erdenklichen Farben gestrichen. Zum Glück ist das Zentrum recht klein, sodass wir in einem Tag das wichtigste sehen können (inklusive Schifffahrtsmuseum).










Und damit schließt sich vorerst das Kapitel Südamerika für uns. Nach sechs Monaten, sieben Ländern, 17 Nächten in Bussen und unendlich vielen Erinnerungen ziehen wir nun weiter nach Zentralamerika. Hasta la vista, Sudamerica!

Kommentare

  1. Super coool! Der beste Weg nach Panama. Macht halt bei San Blas und genießt die tollsten Inseln die ich je erleben durfte. Und bleibt nicht so lange in Panama. Ab nach Nicaragua und Honduras und plant mindestens vier Wochen für Guatemala ein. Viel spass!

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