Never ever hold your breath!

Wir sind jetzt Taucher! Wir haben uns dafür entschieden den PADI Open Water Tauchkurs zu machen, Taganga ist dafür einer der billigsten Spots weltweit. Muss nur noch die richtige Tauchschule gefunden werden. Die Preise unterscheiden sich extrem. Manche haben einen Pool zum Üben, andere bieten eine Unterkunft. Wir entscheiden uns für Nautilus, das Preis-Leistungs-Verhältnis mit kostenloser Unterkunft ist einfach unschlagbar. Wir legen direkt los und müssen uns drei Lehrvideos ansehen. Das PADI-Motto lautet: Why not be stylish and functional? Dementsprechend wird stetig darauf hingewiesen, dass man sein Equipment farblich aneinander anpassen kann, und auch sonst steht ziemlich viel Quatsch im Lehrbuch.

Nach dem ersten Lehrgang verbringen wir eine Nacht im coolsten Schlafzimmer Tagangas. Wenn meine Hängematte nicht ein Mal runtergefallen wäre und es nicht so verdammt windig gewesen wäre zumindest.


Am nächsten Tag geht es um halb acht los, wir kaufen noch schnell etwas zum Essen ein, denn unsere Unterkunft ist nur mit dem Boot zu erreichen. Danach geht es ab ins Wasser. Erste Skills üben in zwei Meter tiefem Wasser, danach ein Tauchgang in sechs Metern Tiefe. Zwischendurch besprechen wir noch die wichtigsten Tauchregeln. Unsere Tauchlehrerin aus Israel ist wirklich cool und für jeden Spaß zu haben.



Danach lernen wir unsere Unterkunft kennen. Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser, nur Gas zum Kochen. Trotzdem ist diese Unterkunft ein Highlight, mit Privatstrand und Wahnsinnsausblick auf das Meer. Eigentlich sollte Jemand kommen um für uns kochen, doch als es dunkel wird kochen wir selber (mit Kopflampe) und wir werden auch die nächsten Tage allein sein. Unsere einzigen Zeitgenossen sind drei verrückte Hunde, zwei Hähne und ein Haufen Leguane. Nachts kann man biolumineszente Plankton beobachten, dafür muss man nur das Wasser ein wenig aufwirbeln, schon funkelt es wie Sterne im Meer. Abgefahren!







Der restliche Kurs macht richtig Spaß, wir tauchen auf 12 und 18 Meter. Man fühlt sich schwerelos  unter Wasser und sieht sich durch seine Brille eine andere Welt an. Tauchen ist wirklich unheimlich entspannend, man vergisst alles, was sich an der Oberfläche abspielt. Einfach nur wahnsinnig schön und macht direkt süchtig. Zum Abschluss machen wir sogar noch einen Drift-Dive, dabei nutzt man unter Wasser Strömungen aus, die einen durch das Wasser tragen. Wie die Schildkröten bei Findet Nemo.




Da wir viel Zeit haben zu lernen in unserer einsamen Unterkunft, schließen wir den Theorietest mit Bravour ab: 100% für Lisa und 94% für mich. Und schon sind wir international lizensierte Taucher und können es kaum abwarten wieder in die Unterwasserwelt abzutauchen.

Um uns ein wenig abzukühlen und der Hitze Santa Martas zu entfliehen, entschließen wir uns das Wochenende in den Bergen zu verbringen. Minca ist ein kleines Dörfchen, umgeben von Dschungel. Hier gibt es nichts zu tun, außer durch den Dschungel zu spazieren, Vögel beobachten, und in eiskalten kleinen Seen (Pozos) zu baden. Da es in der Stadt keinen Geldautomaten gibt, fällt unser Besuch kürzer aus, als geplant.





Wie sich dann herausstellt ist es gar nicht so leicht diesen Ort wieder zu verlassen, denn es fahren nur Collectivos nach Santa Marta, aber nur, wenn sie voll sind. Wir warten also eineinhalb Stunden und das Sammeltaxi ist immer noch nicht voll. Schlussendlich nimmt uns ein nettes kolumbianisches Pärchen mit und bringt uns sogar nach Barranquilla, was näher an unserem eigentlichen Ziel ist: Cartagena. Dort sind wir nun also angekommen, die Preise sind horrend, später mehr zu Cartagena.

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