Baden unter Wasserfällen im Nebelwald: Mindo

Auch zwischen den Jahren bleiben wir in Bewegung. Aus dem Grostadtdschungel Quito ging es in den Nebelwald nach Mindo.


In dem 2000-Seelen Örtchen mitten im Nirgendwo, haben wir gestern eine Nachtwanderung unternommen. Begleitet von einem Froschkonzert wurde uns so allerlei Getier gezeigt, was sich im Dschungel finden lässt. Diese Tour soll einem die Angst nehmen und beweisen, dass eben nicht alles im Urwald darauf aus ist einen zu töten. Kleine Frösche, große haarige Spinnen, Glühwürmchen und Vögel überall. Das meiste davon angeblich nicht giftig. Aber das Highlight: Mikroorganismen! Warum? Ganz einfach, sie leuchten im Dunkeln und das sieht wirklich abgefahren aus!



Der bekannte Nationalpark Tarabita mit seinen Gondeln ist momentan leider geschlossen. Alternativprogramm musste also her. Unser Hostalbesitzer rief kurzerhand Don Juan an, der etwa 10 km außerhalb ein Naturreservat von knapp 7000 Hektar besitzt. Für 8$ dürfen wir es uns angucken. Don Juan ist wirklich nett und geleitet uns durch den Nebelwald zu einem Wasserfall in dem wir dann baden dürfen. Leider ist Don Juan kein Biologe, wie er sich entschuldigend zu wiederholen pflegt, und kann kaum ein Tier oder eine Pflanze benennen.











Der Dschungel ist wirklich beeindruckend, wie eine Wand aus allen möglichen Nuancen von Grün, man kann nicht weit hineinsehen und laufen nur auf dem Weg. Man hört tausende verschiedene Tiergeräusche, überall raschelt es in den Bäumen und Gebüschen, aber man sieht nichts. Das Einzige was man sieht ist klein und nicht schnell genug sich zu verstecken: Tausendfüßler, winzige Frösche, dicke Vögel und vor allem Schmetterlinge in allen Formen und Farben. Als die Tour beendet war, durften wir noch weiter alleine durch den Dschungel laufen. Irgendwie ein komisches Gefühl, so ganz allein, mitten im Dschungel. Auf dem Weg zurück wurden wir von einem Pickup mitgenommen, stehend fuhren wir auf der Ladefläche mit, wer nicht aufpasst wird von Blättern oder sogar Früchten gebackpfeift.










Die heutige Nebelwaldwanderung war wirklich ein Highlight und anders als alles, was wir bisher gesehen haben. Jetzt haben wir richtig Lust auf den Amazonas!

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