Quilotoa: mindestens acht Stunden Umweg wert!

Gestern hatten wir mal wieder so einen richtigen Reisetag. Früh aufstehen, schnell frühstücken und dann mit dem Bus (das Bussystem in Quito ist wirklich gut und leicht verständlich) zum Terminal Quitumbe. Wir kriegen direkt den Anschluss nach Latacunga. Zwei Stunden später haben wir wieder Glück und kriegen ohne große Wartezeit den Bus nach Quilotoa. Nach weiteren eineinhalb Stunden sind wir da. Das Highlight des Tages erwartet uns hier auf 3800 m über dem Meeresspiegel: ein riesiger See (etwa 2,5x3 km) im Krater eines Vulkans, der im 13. Jahrhundert explodiert ist. Ein Wunder der Natur und wirklich beeindruckend. Wir setzen uns abseits der Touristenmassen in den Staub und genießen den Anblick für etwa eine Stunde.









Der Bus zurück nach Latacunga war für halb fünf angekündigt. Nach einigen Rückfragen bei diversen Leuten wurde uns klar, da kommt kein Bus mehr. Also hielten wir einen Pickup an, der uns in den nächsten Ort namens Zumbahua brachte. Der Fahrer sah aus als wäre er höchstens 15 Jahre alt, brachte uns aber sicher unten an. Dort erwischten wir dann wieder direkt einen Bus nach Latacunga. In Quito wurde uns noch versichert, dass ab Latacunga Busse direkt nach Baños fahren würden, dies war allerdings nicht der Fall. Also in einen anderen Bus, um wieder eineinhalb Stunden nach Ambato zu fahren. Dort angekommen stiegen wir wieder direkt um in den Bus nach Baños. Nach über zwölf Stunden und sieben verschiedenen Bussen sind wir dann endlich in Baños angekommen. Wir hätten es uns auch leicht machen können und von Quito aus direkt vier Stunden nach Baños fahren können, aber den Anblick des Quilotoa-Kraters war dieser Aufwand definitiv wert!

Heute haben wir uns Baños erstmal von oben angesehen. Wir wanderten knapp eine Stunde bergauf zum Mirador Bellavista. Von dort konnte man auch einen kurzen Blick auf den Vulkan Tungurahua erhaschen, als die Wolken sich einen für einen kurzen Moment verzogen. Irgendwie gruselig zu wissen, dass man sich am Fuße eines Vulkans befindet, der vor knapp einem Monat zuletzt ausgebrochen ist. Ein Nebeneffekt des naheliegenden Vulkans sind die heißen Quellen, die Baños de Agua Santa (Bäder des heiligen Wassers), wie der Ort richtig heißt, seinem Namen geben. Abends gingen wir dann in den heißen Quellen baden. Fünf Becken in verschiedenen Temperaturen (von saukalt bis kaumauszuhaltendheiß) dürfen bei Badekappenpflicht benutzt werden. Die Temperaturwechsel sind irgendwie ganzschön anstrengend, fühlen sich aber auch richtig gut an.






Zurück im Hotel kriegen wir unsere Tür irgendwie nicht auf. Nach einigen Minuten gibt auch die Besitzerin auf und der Türgriff zerfällt in seine Einzelteile, mit zwei Schraubenziehern kriegen wir die Tür schlussendlich doch noch geöffnet.

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