Orchideen, die Mitte der Welt und Sylvester in Quito

Nach dem Tag im Dschungel stand noch ein wenig lokale Pflanzenkunde im Orchideengarten auf dem Programm. Über 200 verschiedene Orchideenarten in allen Farben, Formen und Größen kann man hier betrachten. Lisa ist ganz in ihrem Element und fotografiert gefühlt jede einzelne Orchidee. Eine weitere Attraktion hier sind die vielen Kolibris, diese sind allerdings echt schwierig zu fotografieren. Das Geräusch, wenn ein Kolibri nah am Kopf vorbei fliegt gibt einem Gänsehaut am ganzen Körper.

















Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Quito, Sylvester steht vor der Tür. 20 km vor Quito machen wir einen Zwischenstopp in La Mitad del Mundo (Mitte der Erde). Wir balancieren auf dem Äquator und sind zum ersten Mal seit über drei Monaten auf der Nordhalbkugel, wenn auch nur kurz und nur ein paar Meter.






An Sylvester haben wir mittags auf dem Hügel der Virgen de Panecillo relaxt. Abends guckten wir uns dann die Año Viejo Figuren auf der Avenida Amazonas an. Die Festlichkeiten erinnern bis dahin eher an Karneval bei uns: Die Menschen verkleiden sich und gucken sich riesige Figuren von Politikern und Anderem an. Der Unterschied: die Leute sind nüchtern und die Figuren werden um Mitternacht verbrannt.








Im Stadtzentrum wimmelt es von Männern, die als Frauen verkleidet sind und die Straßen blockieren indem sie vor den Autos so lange tanzen bis die Fahrer ein wenig Kleingeld rausrücken. Nach einem kleinen Abendsnack werde ich fast von einem dieser "Mädels" entführt, 50 Cent erkaufen mir die Freiheit. Dann geht es auf Mitternacht zu, wir gehen auf den Boulevard, um das angekündigte Feuerwerk und brennende Muñecos (Pappfiguren, besonders beliebt: Minions) zu sehen. Vor Ort erfahren wir, dass Feuerwerk verboten ist, und tatsächlich fällt das Feuerwerk sehr spärlich aus. Um kurz vor zwölf sind wir irgendwie Teil einer Familie geworden. Wir umarmen uns alle, wünschen uns ein frohes Neues, trinken gemeinsam und lassen den Abend in ihrem Kiosk ausklingen.

Den ersten Tag des neuen Jahres haben wir ganz entspannt im wirklich coolen Parque La Carolina verbracht. Der Park ist riesig und umrandet von Hochhäusern. Das Sportangebot ist überwältigend: Tennis- und Basketball-, aber vor allem Fußballplätze so weit das Auge reicht. An jeder Ecke kann man Gegrilltes oder frisches Obst kaufen, genau der richtige Ort nach einer langen Nacht.



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